Lernvertrag: Kontrolliere dich selbst und lerne schneller

Was ist ein Lernvertrag?
Ein Lernvertrag ist ein Vertrag, den du mit dir selbst abschließen solltest, wenn du eine Sprache auf eigene Faust lernen willst. Egal, ob du dabei auf eLearning setzt, Bücher liest, Kurse besuchst oder einen Sprachaufenthalt machst, ein Lernvertrag bringt viele Vorteile.

Die Bestandteile deines Lernvertrag sollten sein:

Erreichbare Ziele setzen

Es ist sehr wichtig, dass du dir überlegst, was du eigentlich erreichen willst. Ziele sollten Messbar sein, herausfordernd aber realistisch. Solche Zielsetzungen können extrem motivierend sein und dir somit beim Sprachen lernen helfen.

Ich habe zu diesem Thema bereits einen Beitrag geschrieben. Siehe dazu den Post Lernziele definieren – Auch beim eLearning.

Feste Zeiten zum lernen einplanen

Halte fest, wie oft und wie lange du lernen willst. Erstelle einen Stundenplan. Das kann z.B. „Ich lerne pro Woche 3 Stunden Spanisch und repetiere das gelernte am Sonntag (1 Stunde)“ sein oder auch „Ich lerne täglich 10 neue Vokabeln und konjugiere 1 Verb“.
Versuche auch grössere Meilensteine zu setzen. Das könnte z.B. so etwas sein, „Ich will in 3 Monaten ein einfaches Gespräch in meiner neuen Sprache führen können“.

Lege dich auch bei den Zeiten genau fest. Am besten sogar durch eine Art Stundenplan. Also etwa „jeden Montag und Donnerstag lerne ich zwischen 18 und 20 Uhr“. Stelle auch sicher, dass du für diese Zeit keine anderen Termine machst.

Einen Ablauf definieren

Überlege dir, wie deine Lerneinheiten aussehen sollen. Einteilen könntest du z.B. nach „Grammatik“, „Vokabeln“, „Verben konjugieren“, und so weiter.

Wenn du den Ablauf nicht planst, wirst du wahrscheinlich oft Zeit verlieren, weil du immer wieder überlegen musst, wo du anfangen sollst.

Der Ablauf sorgt auch dafür, dass du von allem etwas lernst und nicht nur das, was dir am leichtesten fällt.

Kontrolle als Schlüssel zum Lernerfolg

Selbstkontrolle ist natürlich sehr wichtig, denn du hast keinen Lehrer der dich darauf hinweist, ob du etwas kannst oder nicht. Kontrolliere also regelmäßig deine Fortschritte im Vergleich zu den Zielen und frage dich selbst, ob du diese bereits erreicht hast.

Falls du deine Ziele nicht erreicht hast, empfehle ich dir folgendermaßen zu reagieren: Versuche aufzuholen! Fange nicht an deine Ziele an deine Leistungen anzupassen 😉

Belohnungen für mehr Motivation

Zu guter Letzt solltest du dir auch was gönnen! Eine Belohnung hast du dir doch bestimmt verdient, immerhin hast du alle deine gesteckten Ziele erreicht 🙂 Vielleicht ein Kinobesuch, wo du dir einen Film in der Zielsprache ansiehst? Irgendetwas, das dir sonst nicht leistet? Oder sogar ein Urlaub in einem Land deiner neu gelernten Sprache? Je nach Budget und Vorlieben eben.

Auf jeden Fall solltest du dir eine Belohnung ausdenken, die dich zum lernen motiviert!

Bestrafung für schlechte Leistungen

Natürlich sollte man sich auch eine Strafe überlegen, für den Fall, dass man ein im Lernvertrag definiertes Ziel nicht erreicht hat. Denn, wie Sven richtig angefügt hat, ein Ziel nicht zu erreichen ist ein Vertragsbruch! Eine Strafe könnte zum Beispiele eine kleine Spende an ein Hilfswerk oder ein Ausgangs verbot fürs Wochenende sein. Danke Sven für den Hinweis.

Beispiel Lernvertrag herunterladen

Lade dir unseren Muster-Lernvertrag herunter, damit du dir besser vorstellen kannst, wie ein solcher Vertrag aussehen könnte. Selbstverständlich kannst du deinen gestalten wie du möchtest.

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Für später geplant: Tipps zur Selbstkontrolle, Selbstkontrolle Liste (zum abhacken) von SLweb, Reisewortschatzliste

Habe ich etwas wichtiges vergessen? Wie könnte man sich weiter motivieren? Kommentare sind sehr willkommen!

  1. Hi Dani,

    hört sich schon ganz gut an, fehlt aber neben der Belohnung noch die Bestrafung. Es ist ja ein Vertrag, dass heißt, das es auch Vertragsstrafen gibt. Wenn man also ein Definiertes Ziel nicht erreicht, muss daraus auch etwas folgen. Man kann sich ja überlegen was das ist. Z..B. Wenn ich mein Ziel nicht erreiche, Spende ich 10 Euro an das Kinderhilfswerk, oder sowas ähnliches 😉

    viele grüße

    sven

  2. Danke für den Hinweis Sven. Ich habe den Text angepasst. Du hast natürlich recht, Strafe muss sein 🙂 hehe

  3. Danke für den Beitrag!
    Lernverträge sind wirklich eine tolle Sache. Sofern das E-Learning (oder der Unterricht allgemein) durch einen Kursleiter angeleitet wird, macht es vielleicht auch Sinn, Elemente des Lernvertrages gemeinsam mit den Lernenden und Lehrern zu erarbeiten – besonders bei jüngeren Lernern mache ich dort immer wieder die Erfahrung, dass dies eine sehr hohe, positive Wirkung auf das Lernverhalten hat, da die Schüler dann aktiv mit in die Gestaltung des Lernens einbezogen werden. 🙂
    Viele Grüße
    David

  4. Hallo David
    Danke für deinen Kommentar. Auf jeden Fall ist es sinnvoll einen Lernvertrag mit einem Lehrer zu erstellen. Dieser kann sicher beim definieren der Ziele sehr gute Inputs geben.

  5. Interessante Informationen.

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